Open Source Software vor dem Aus!?

Im Artikel „US-Startup will Patches patentieren“ auf Golem.de ist zu lesen, dass die Firma Intellectual Weapons Patente auf „Schwachstellen, technische Fehler oder Sicherheitslücken“ in Software monetarisieren will.

Entwickler sollen Lücken in Software an Intellectual Weapons (IW) melden, falls die Lösung patentierbar ist, wird IW die Patente beantragen. Wenn dann vom Hersteller der Software Patches herausgebracht werden, dann will IW eine Lizenz seines Patents verkaufen und aus den Lizenzeinnahmen dem Finder einen Teil der Einnahmen abtreten.

Für kommerzielle, Closed-Source-Software sehe ich darin keine große Gefahr. Die Sourcen sind nicht verfügbar, eine Lücke zu entdecken und ein passendes Verfahren zum Patchen zu „erfinden“ sollte nicht leicht sein. Zumal man hier dann wohl dem Forscher auch Urheberrechtsverletzungen vorwerfen kann, was klar gegen eine Patentierbarkeit spricht.

Was ist aber mit Open-Source-Software? Die Quellen liegen hier offen und Sicherheitslücken werden regelmäßig entdeckt. Wenn hier Verfahren um Sicherheitslücken zu schließen patentiert werden dann müssen vielleicht einige Projekte geschlossen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die jeweiligen Communities die Lizenz leisten können oder wollen.

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